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Grundlagen der Funktionaloptometrie

Die Funktionaloptometrie basiert auf den Forschungen des amerikanischen Optometristen A.M. Skeffington in den 1920er Jahren. Er erkannte, dass Sehen mehr bedeutet, als eine Sehschärfe von 1,0 = 100% zu haben.

Es teilt sich in vier Grundfunktionen auf, die nur im perfekten Zusammenspiel gutes, optimales Sehen ergeben.

Okulomotorik / Augenbewegung
Gleitende Augenfolgebewegungen sowie exakte Blicksprünge sind insbesondere beim Lese-/ Schreiblernprozess von enormer Bedeutung.

Vergenzen / Augenausrichtung auf das fixierte Objekt
Sind beide Augen nicht exakt auf das gleiche Objekt ausgerichtet, kommt es zu Bildunruhe oder sogar Doppelbildern.

Akkommodation / Scharfstellung
Im Idealfall ist die Entfernung, auf die die Augen fokussieren (scharf stellen) auch die, in der das angeblickte Objekt liegt.

Visualisation / sich ein Bild machen
Alle Seheindrücke der Augen werden im Gehirn mit unserer Erfahrung abgeglichen. So wird ein bestimmtes Zeichen als bestimmter Buchstabe wieder erkannt. Aber auch die anderen Sinne (Gehör, Gefühl, Geschmack und Geruch) werden mit hinzu gezogen. So kann es passieren, dass man den Geruch von Erdbeeren wahrnimmt, nur weil man ein schönes Bild von einer Erdbeere sieht.

Für gutes Sehen brauchen wir also nicht nur zwei funktionierende Augen, sondern auch unser Gehirn mit all seinen Sinnen. Je größer die „visuelle Erfahrung“ ist, also je mehr Erfahrungsmuster in möglichst guter Qualität zum Vergleich zur Verfügung stehen, desto effizienter ist die visuelle Wahrnehmung hinsichtlich Aufnahme- und Leistungsfähigkeit.

In den ausführlichen Messungen (OEP 21) und Funktionaltesten können visuelle Funktionsstörungen oder Wahrnehmungsdefizite in einer oder in mehreren Grundfunktionen aufgedeckt werden. Dazu werden zum Beispiel die visuellen Reserven der Vergenz und der Akkommodation für die Ferne und für die Nähe bestimmt, die Qualität der Augenbewegungen und des visuellen Greifens ermittelt.

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